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[english translation coming soon]"Die Bildfläche wurde zum Tätigkeitsgebiet der malerischen Kräfte", sagt Haftmann über Pollock, "Die Vitalität der Linie schuf dieses Kraftsfeld, und stellte wie ein seismographisches Diagramm die Energien und die inneren Zustände desjenigen der sie zeichnete dar. Die Bildfläche wurde unmittelbare Projektion der Spannungen der menschlichen Seele. Das Bild wurde nicht wirklich gemalt:das Bild wurde, entstand." Auch wenn man jetzt wieder grössere Zustimmung und einen sicheren Zugang sucht, hat die Erneuernde Erfahrung eine Aufklärend Rolle. Und man geht weiter, man geht nicht zurück. Für Rinaldi ist die Beziehung zur Musik klar. Auf seinem Grund fliessen verborgene Rhythmen, wie unterirdische Ströme in der Musik von Debussy. Die neue Sprache ist nicht dunkel, wie viele sie bezeichnen. Sie ist einfach und klar. Es ist nur, dass man mit ihr nicht die gleichen Dinge wie früher sagen will. Man will sogar nicht Dinge mit einem vollendeten Sinn sagen;sondern man will dem Leser eine Spur für eine Reihe von Gefühlen und Überlegungen geben; vielleicht, um nochmals zur musikalischen Sprache zurückzukehren, Variationen über ein Thema. Marco Rinaldi 1967 in Modena geboren, aber schon seit langem am -von Puccini und den Malern der "Macchia" beliebten Lago di Massaciuccoli wohnhaft- hat nach der Erlangung der naturwissenschaftlichen Matura, an der Accademia di Carrara Bühnengestaltung studiert. Jetzt studiert er Architektur in Florenz. Ich habe seine zauberhaften "vetrate" (Glasfenster) an der Studio-Ausstellung mit den Bildhauern Anca Marina Bors und Giovanni Furno gesehen. Ueber ihn und seine Freunde haben im Juli , Tommaso Paloscia und Dino Carlesi gesprochen, insbesondere über den szenografischen Sinn dieser seiner Erfahrungen. Ich habe dann seine "Vedute" (Sichten) in Livorno und seine "Frammenti" (Fragmente) in Acryll gesehen. Seine Malerei ist darum, mehr als zum bestaunen, zum belauschen. Man muss sich von den "Tourniquets" der Farbe auf den Grund der Dinge führen lassen, an den Ursprung der Gefühle, an eine Art von Kommunion zwischen kreativer Geste und rezeptivem Akt. Raffaello Bertoli Riviera della Versilia - novembre 1997 |
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